Projekt und Projektaktivitäten
Im Klimaschutzprojekt “Altmark” werden über 140 Hektar Kiefern- und Lärchen-dominierter Wald in Sachsen-Anhalt in einen naturnahen, biodiversen Mischwald umgebaut. Dadurch werden über 18.000 Tonnen CO₂-Emissionen über einen Zeitraum von 30 Jahren vermieden und der Atmosphäre entzogen. Zudem wird der Wald auf zukünftige Klimabedingungen vorbereitet.
Projektaktivitäten wie die Förderung der natürlichen Verjüngung, die Einbringung neuer Arten wie Stieleiche, Douglasie, Ahorn und Bergulme, Mischungsregulierung und angepasstes Wildmanagement machen den Wald widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels wie Stürme, Dürre und Käferbefall.
Die Projektaktivitäten
Eindrücke aus dem Projekt
Warum wir Waldumbau brauchen
Waldbrände
Wind spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Waldbränden. In reihenbepflanzten Monokulturen kann der Wind das Feuer leicht durch den Bestand drücken, was zu einer schnelleren Verbreitung von Waldbränden führt.
Stürme
Waldflächen, auf denen viele hohe und dünne Bäume stehen, sind anfälliger für Sturmschäden (sog. Windwurf). Sind zusätzlich die meisten Bäume in einem Waldstück gleich hoch, können Stürme zum Ausfall ganzer Waldstücke führen.


Impact des Projekts
Baumarten zu Beginn des Projektzeitraums
Anzahl Hauptbaumarten
Biodiversitätsindex
Unterstützung der UN SDGs






Das Projektteam

Lennard Sieck
"Wir konnten die Projektaktivitäten gemeinsam so festlegen, dass sie den meisten Impact haben, um den Wald klimafit umzubauen."
Lennard Sieck
Förster im Projekt Altmark

Ronja Wolf
von Pina Earth betreut das Projekt von der Quantifzierungs- und Zertifzierungsseite. Dafür wurde z.B. die Entwicklung des Waldes über die nächsten 30 Jahre simuliert. Hier mehr erfahren.

Projekt Updates
5.3.2026
Impuls für die Naturverjüngung
Im August 2025 wurden auf rund 17 Hektar gezielte Bodenvorbereitungen durchgeführt, um optimale Keimbedingungen für die natürliche Verjüngung zu schaffen. Im November 2025 wurde das Wildtiermanagement angepasst, und im Februar 2026 wurde der Bestand zusätzlich aufgelichtet, sodass mehr Licht auf den Waldboden gelangt und der neuen Waldgeneration weiter Raum zum Wachsen gegeben wird.
18.8.2025
Raum für neues Wachstum & Flächenbesuch
Zwischen Juni und Juli 2025 wurde Holz entnommen und schafft so Platz für die neu heranwachsenden Mischbaumarten. Im August besuchte das Team von Pina Earth die Projektfläche vor Ort, um den Fortschritt des Waldumbaus zu begutachten. Dabei zeigte sich, wie gut sich die jungen Roteichen und Esskastanien aus der Saat bereits entwickelt haben.




2.12.2024
Saat und Zaunbau
Im November 2024 wurden rund 70 Kilogramm eigens gewonnenes Saatgut von Roteiche und Esskastanie ausgebracht. Begleitend wurde ein Schutzzaun errichtet, um die Verjüngung vor Wildverbiss zu schützen.
10.9.2024
Maßnahmen zur Begründung
Aktuell laufen die Maßnahmen zur Begründung der zukünftigen Mischwaldkultur. Auf Teilflächen wurde zum Schutz gegen Wildverbiss ein Zaun errichtet und anschließend Saatgut ausgebracht, unter anderem mit Roteichen- und Esskastaniensamen. Baumarten wie Kiefer, Eiche, Buche und Birke werden sich durch natürliche Verjüngung auf dem vorbereiteten Boden etablieren. Zur Förderung der Keimung wurde punktuell eine Bodenverwundung per Flug durchgeführt. Dies schützt die Samen vor Windverfrachtung und Austrocknung und schafft optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Aufwuchs.
8.4.2024
Erfolgreiche Zertifizierung
Nach dem Flächenbesuch im September 2023 wurde das Projekt auf Basis des Project Design Documents (PDD) erfolgreich durch TÜV Nord Cert gemäß ISO 14064-2 validiert und zertifiziert. Der Validierungsbericht liegt vor; die Emissionsgutschriften wurden ausgestellt und sind ab sofort verfügbar.
9.11.2023
Flächenbesuch durch den Auditor
Der Besuch auf der Projektfläche ist Teil des Zertifizierungsprozesses zu Beginn des Klimaschutzprojektes. Es wurden mehrere Bestände begangen, um die Ausgangslage im Projekt zu prüfen.
14.2.2023
Projektstart
Im Februar 2023 wurde der Umbau der Flächen eingeleitet. Die geplanten Maßnahmen werden im Laufe der nächsten 30 Jahren umgesetzt.